Hypnose - gestern und heute

Hypnose - gestern und heute

Ein zusammenfassender Überblick teilt die Geschichte der Hypnose in drei Kapitel mit jeweils völlig unterschiedlichen Ansätzen ein:

Bei dem „autoritären Ansatz" liegt der Fokus auf dem Hypnotiseur, seinem starken Willen, seiner Macht und seinem ,magischen Auge'. Seine Suggestionen sollen tief in unbewusste Schichten eindringen und veränderte Verhaltens- und Reaktionsweisen beim Hypnotisanden auslösen. Diese Epoche der Hypnose ist mit den Namen von Mesmer, Charcot und Freud verbunden. Dieser Ansatz ist heute nicht mehr praktikabel.

Bei dem „standardisierten" Ansatz richtet sich das Augenmerk dagegen auf den Hypnotisierten. Aus der Experimentalpsychologie entwickelt, steht die suggestive Modifizierbarkeit des Verhaltens im Vordergrund. Dieser Ansatz zeichnet sich durch langwierige Induktionsformen ausschließlich über Entspannung und mangelnde Kontextvariablen aus. Er ist starr und inflexibel und lastet Misserfolge einem Manko an Suggestibilität und Hypnotisierbarkeit an. In dieser Phase wurde eine Menge an standardisierter Verfahren ausgearbeitet. Ausführliche Suggestibilitätstests sollten abklären, wieweit Hypnose wirksam werden könne. Dieser Ansatz ist heute ebenfalls nicht mehr praktikabel.

Der „Kooperationsansatz" leitet sich aus einem Zusammenspiel der modernen Psychotherapien ab und berücksichtigt die systemischen Rückkoppelungs-prozesse. Alle Karten werden auf die Wechselwirkung zwischen Therapeut und Patient gesetzt. Respekt und Achtung vor den Fähigkeiten des anderen werden offen ausgedrückt und die Zusammenarbeit auf gleichem Niveau unter dem Aspekt einer Konferenz zweier Fachleute betont. Keine rigiden Prozeduren, keine fixierten Methoden schränken schöpferische Prozesse ein. Der Therapeut führt bzw. begleitet den Hypnotisanden mit fachlicher Anleitung in Richtung Therapieziel. Die Trance wird als eine Phase der Neuorientierung und des Lernens verstanden. Suggestionen werden möglichst vermieden, da der therapeutische Effekt fraglich ist.
 
Auf jeden Fall sollte eine Analyse oder Interpretation der Hypnoseerfahrung unterbleiben, um in Gang gesetzte unbewusste Leistungen durch bewusste Reflexion nicht zu stören. Dieser Ansatz ist hervorragend zur Stärkung der Persönlichkeit in allen ihren Facetten sowie zur Nähe-Distanz-Regulierung geeignet, womit er auch in der Therapie bei Depressionen (Michael D. Yapko) indiziert ist. Diese Erweiterung der einfachen klassischen Hypnose wird Hypnose genannt, was die gewonnene Vielfalt schon andeutet. Die Väter und Mütter der Hypnose sind nicht nur Milton H. Erickson, David Cheek und weitere Hypnosefachleute, sondern auch Virginia Satir und viele andere Psychotherapeuten mit weiteren methodischen Ansätzen.

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